Vexierbilder des Holocaust

Vexierbilder des Holocaust

Diese Analyse widmet sich der kulturellen Phantasiebildung über den Holocaust in Subgenres, die wenig geeignet erscheinen, sich seiner Repräsentationsproblematik anzunehmen.

Der postklassische Horrorfilm, der Science-Fiction-Film und die Mystery-Fernsehserie bringen jene Vexierbilder des Holocaust hervor, die keine Aussage über Auschwitz treffen wollen: Auschwitz-Versatzstücke sind ihnen zum Zeichen für eigene gesellschaftliche Angstphantasien geworden.

RE129_ApliedTheatre_72dpi_RGB_2D_single.jpg       Bildquelle: Theater der Zeit

Applied Theatre - Rahmen und Positionen

Herausgegeben von Matthias Warstat, Florian Evers, Kristin Flade, Fabian Lempa und Lilian Seuberling

Applied Theatre meint ein Theater, das sich in konkreten Anwendungskontexten um eine Veränderung der Wirklichkeit bemüht. Die in diesem Buch versammelten Beiträge beschreiben die politischen und ethischen Schwierigkeiten, die mit einer solchen intervenierenden Praxis verbunden sind: Durch Applied Theatre werden Situationen initiiert, die diejenigen, die sie angestoßen haben, verantworten müssen – obwohl diese Situationen auf eigenartige Weise ihrem Zugriff und ihrer Kontrolle entzogen scheinen. Begriffe wie Rahmen, Dispositiv oder Wiederholung verweisen auf das, was Theater der tatsächlichen Handlungsmacht Einzelner immer auch entzieht, woraus sich produktive Kontingenzen, aber auch Anlässe des Scheiterns, Bruchmomente, Widerstände des Systems gegen sich selbst ergeben. Applied Theatre, das Theater, spielt weltweit mit: oft in mehr als fragwürdigen Kontexten, die neoliberal, paternalistisch, auch repressiv oder autoritär strukturiert sein können: Welche Formen der Anpassung und Selbstausbeutung sind damit verbunden? Welche Möglichkeiten des Widerstands bleiben zu erhoffen? Das Buch gibt Einblick in aktuelle Positionen der internationalen Debatte und schließt an die Ergebnisse von Theater als Intervention an.

Dieses Buch erscheint im Februar 2017

twinkomplex

TwinKomplex

TwinKomplex - not a book - not a film - not a game. Keine Fernsehserie, kein Hörspiel, kein ARG müsste man ergänzen - und doch all das. Martin Burckhardts TwinKomplex lässt sich am besten aus der Negation beschreiben, da es eine so neuartige Form des Erzählens erfahrbar macht, dass es an Fachtermini mangelt: ein transmedialer Thriller, eine Fernsehserie, die den Zuschauer zum Protagonisten macht, ein Spiel, das zwischen Realität und Fiktion oszilliert. Florian Evers ist Co-Autor und Leveldesigner von vier einwöchigen Kapiteln der ersten und zweiten Season von TwinKomplex.

 

Kleinere Arbeiten:

Neuerscheinung-Intervention_930.jpg

"Theater als Intervention" Bildquelle: Theater der Zeit

Florian Evers: "Personalauswahlverfahren als intervenierendes Spiel", in: Warstat, Heinicke, Kalu, Möbius, Siouzouli: Theater als Intervention, Theater der Zeit, Berlin. S. 87 - 91.